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Technischer Betriebswirt Weiterbildung: Höchste IHK-Ausbildungsstufe

Durch die Technisierung von Arbeitsprozessen sind immer mehr ausgebildete Fachkräfte an der Schnittstelle von Produktion, Technik und Wirtschaft gefragt. Absolvieren Sie mit der Weiterbildung Technischer Betriebswirt die höchste Aufstiegsfortbildung. Alle Infos rund um die Weiterbildung finden Sie hier!

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Technischer Betriebswirt Weiterbildung: Höchste IHK-Ausbildungsstufe

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir im folgenden Text auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen und verwenden stattdessen das generische Maskulinum. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter. 

Was lerne ich in der Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt?

In der Fortbildung lernen Sie alles, was sich an der Schnittstelle zwischen kaufmännischen und technischen Kenntnissen befindet. Dazu zählen unter anderem Marketing, Rechnungswesen, Personalmanagement, Produkt- und Betriebswirtschaft. Der Lehrplan orientiert sich stark an den Prüfungsinhalten der IHK, die sich aus folgenden Teilbereichen zusammensetzen:

Teil 1: Wirtschaftliches Handeln und betrieblicher Leistungsprozess

  • Aspekte der allgemeinen Volks- und Betriebswirtschaftslehre
  • Rechnungswesen
  • Finanzierung und Investition
  • Material-, Produktions- und Absatzwirtschaft

Teil 2: Management und Führung

  • Organisation und Unternehmensführung
  • Informations- und Kommunikationstechniken
  • Personalmanagement

Teil 3: Fachübergreifender technikbezogener Prüfungsteil

  • Praxisorientierte Projektarbeit
  • Projektarbeitsbezogenes Fachgespräch

Was bringt mir die Weiterbildung?

Die Verbindung von Marktwirtschaft und Technologie schreitet immer weiter voran. Mit der Weiterbildung zum Geprüften Technischen Betriebswirt werden Sie zum gefragten Experten an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik und können aus vielfältigen Berufsoptionen die passende auswählen.

Während das betriebswirtschaftliche Studium als theorielastig gilt, vermittelt die entsprechende Weiterbildung sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse. Da die praktische Komponente im technologischen Bereich essenziell ist, wird ein IHK- oder HWK-Abschluss von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern besonders gerne gesehen. Die Absolventen der Weiterbildung qualifizieren sich für verschiedene Führungspositionen im mittleren und oberen Management. Auch der Start in die Selbstständigkeit ist möglich.

Kurz: Als Technischer Betriebswirt verbessern Sie Ihre Karrierechancen. Sie steigern nicht nur Ihre Aufstiegsmöglichkeiten maßgeblich, sondern eröffnen sich auch ein weites Feld an ganz verschiedenen Branchen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • die Automobilindustrie
  • die Pharma- und Chemieindustrie
  • der Handel
  • der Transport und Verkehr
  • die Nahrungs- und Genussmittelherstellung
  • das Controlling
  • der Vertrieb
  • der Einkauf
  • das Personalwesen
  • das Produktmanagement

An wen richtet sich die Fortbildung?

Diese Aufstiegsfortbildung richtet sich in erster Linie an Techniker, Industriemeister (oder Meister in ähnlichem Bereich), Ingenieure und Fachwirte, die ihre Kenntnisse vertiefen und ihre Karrierechancen erhöhen möchten.

Wer die IHK-Prüfung ablegen will, ist also kein Neuling auf dem Gebiet: Sie haben eine Berufsausbildung im technisch-gewerblichen oder kaufmännischen Bereich abgeschlossen, sind schon mit einer passenden Weiterbildung in Berührung gekommen und/oder können auf themenrelevante Berufserfahrung zurückblicken.

Wie lange dauert eine Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt?

Offiziell ist der Vorbereitungskurs nicht voraussetzend für die staatliche Prüfung an der Industrie- und Handelskammer (IHK). Der Rahmenplan des deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) empfiehlt aber einen Zeitrahmen von 620 Unterrichtsstunden.

Während die meisten Präsenzkurse in Vollzeit etwa vier bis sechs Monate in Anspruch nehmen, können berufsbegleitende Weiterbildungen neun bis 18 Monate dauern. Die mögliche Stundenanzahl und die Optionen zur Zeiteinteilung können dabei je nach Anbieter variieren.

Gleiches gilt für das Fernstudium: Dieses dauert in der Regel 15 bis 24 Monate. Wenn Sie mehr Zeit investieren möchten, können Sie das Fernstudium in der Regel um bis zu zwölf Monate verlängern.

Was kostet der Kurs?

Die genauen Kosten für die Weiterbildung variieren je nach Anbieter. Grundsätzlich sollten Sie zwischen 3.000 und 4.000 Euro einplanen. Der genaue Preis kann auch davon abhängen, ob Sie sich in Vollzeit oder berufsbegleitend weiterbilden möchten.

Dazu kommt in der Regel noch mal die Prüfungsgebühr, deren Höhe kann je nach IHK unterschiedlich hoch ausfallen. Grundsätzlich sollten Sie dafür ca. 500 bis 800 Euro einplanen.

Bei der Finanzierung sollten Sie außerdem bedenken, dass das Lernmaterial eventuell nicht im Preis enthalten ist. Auch Fahrtkosten oder eventuelle Kosten für Übernachtungen sollten Sie bei der Finanzierung bedenken, falls das auf Sie und Ihre gewählte Weiterbildung zutrifft.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Das Aufstiegs-BAföG gewährt einen Zuschuss zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, dessen Höhe immer individuell entschieden wird. Diese Förderung können Sie auch beantragen, wenn Sie bereits bei der Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker unterstützt wurden.

Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen gegeben sein: Der angestrebte Abschluss muss höher sein als der, den Sie bereits vorweisen. Außerdem müssen Sie bereits über einen Berufsabschluss (oder eine gleichwertige Qualifikation) verfügen. Zu beachten ist auch, dass die Fortbildung mindestens 600 Unterrichtsstunden umfassen muss.

Weitere Fördermöglichkeiten sind die Bildungsprämie, das Weiterbildungsstipendium und Förderungen einzelner Bundesländer wie der Bildungsscheck (Brandenburg, NRW), der Meisterbonus (Bayern), der Qualifizierungsscheck (Hessen) oder der Weiterbildungsbonus (Hamburg).

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Bei den Voraussetzungen muss man ganz klar unterscheiden: Für den Vorbereitungskurs werden in der Regel keine besonderen Voraussetzungen gefordert, Berufserfahrung im gewerblich-technischen oder kaufmännischen Bereich reicht dafür meist schon aus.

Für die Zulassung zur IHK-Prüfung dagegen wird dann deutlich mehr erwartet. Wenn Sie die Prüfung zum Technischen Betriebswirt vor der IHK ablegen möchten, benötigen Sie entweder

  • einen Abschluss als Industriemeister bzw. eine vergleichbare technische Meisterprüfung oder
  • eine erfolgreich abgelegte, staatlich anerkannte Prüfung zum Techniker oder
  • eine erfolgreich abgelegte Prüfung zum Technischen Fachwirt (IHK)oder
  • eine erfolgreich abgelegte, staatlich anerkannte Prüfung zum Ingenieur plus mindestens zweijähriger einschlägiger Berufserfahrung.

Die Berufserfahrung muss erst zum Zeitpunkt der Prüfung erfüllt werden, nicht für den Vorbereitungskurs.

In Ausnahmefällen können Sie auch zugelassen werden, wenn Sie durch die Vorlage von Zeugnissen und Dokumenten nachweisen können, dass Sie über Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die eine Zulassung zur Prüfung rechtfertigen. Für diesen Weg erkundigen Sie sich am besten direkt bei der zuständigen IHK, welche Unterlagen Sie benötigen.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Wenn Sie nur einen Kurs absolvieren, erhalten Sie ein Zertifikat vom Anbieter über die Teilnahme. Um einen staatlich anerkannten Abschluss zu erhalten, müssen Sie die Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ablegen. Nach Bestehen erhalten Sie den Titel Geprüfter Technischer Betriebswirt (IHK), der die höchste Stufe der IHK-Aufstiegsfortbildungen darstellt.