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Industriemeister Metall: Fachkraft für Metallunternehmen

Auf sie kann die Metallbranche auf keinen Fall verzichten: Die Industriemeister – Fachrichtung Metall. Kein Wunder, dass mindestens jeder zweite Absolvent der Weiterbildung beruflich aufsteigt. Doch die Prüfung ist anspruchsvoll und bedarf einer gründlichen Vorbereitung – dabei können Ihnen viele Lehrgangsanbieter behilflich sein. Lesen Sie hier, was Sie über die Fortbildung wissen sollten!

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Industriemeister Metall: Fachkraft für Metallunternehmen

Ein Hinweis in eigener Sache: Für eine bessere Lesbarkeit dieses Artikels nutzen wir die männliche Personenform, damit sind aber natürlich alle Geschlechter angesprochen.

Was lerne ich in der Weiterbildung zum Industriemeister Metall?

Die Lehrinhalte der Weiterbildung zum Industriemeister Metall setzen sich im Allgemeinen aus den zwei Teilen zusammen, die auch in der Prüfung abgefragt werden. Das sind zum einen die fachübergreifenden Basisqualifikationen. Dazu gehören:

  • Rechtsbewusstes Handeln
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Anwendung von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Berücksichtigung naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten

Im Bereich handlungsspezifischer Qualifikationen werden die folgenden drei Teilbereiche behandelt:

  • Technik (Betriebs-, Fertigungs- und Montagetechnik)
  • Organisation (Betriebliches Kostenwesen, Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme, Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz)
  • Führung und Personal (Personalführung und -entwicklung, Qualitätsmanagement)

Was bringt mir die Fortbildung?

Mit einer Weiterbildung zum Industriemeister Metall eröffnen Sie sich attraktive Berufsaussichten in der Metallbranche. Mit Ihren betriebswirtschaftlichen und praktisch-technischen Kenntnissen stehen Ihnen sowohl der Verwaltungs- als auch der Produktionsbereich in Metallunternehmen offen.

Als Industriemeister Fachrichtung Metall sind Sie in der Lage, fach- und branchenübergreifende Aufgaben zu übernehmen. Ob Fach-, Führungs- oder Organisationsaufgaben – Sie haben ein breit gefächertes Wissen und sind in der Lage, die Aufgaben an der Schnittstelle von Planung und Produktion zu übernehmen und zu analysieren. Die Personalführung ist ebenfalls ein wichtiger Punkt in der Fortbildung, denn der Ausbilderschein ist eine Voraussetzung für das Ablegen der Prüfung. Dadurch sind Sie als Industriemeister dafür qualifiziert, Personalaufgaben zu übernehmen und in dieser Position zwischen Mitarbeitern und Management zu vermitteln.

Aber nicht nur innerhalb der Metallunternehmen genießen Industriemeister hohes Ansehen – auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt profitieren sie von einer vielfältigen Auswahl an möglichen Einsatzorten und einer hohen Einstellungschance. Eine beliebte Branche ist die Automobilbranche. Weitere Beschäftigungsfelder sind zum Beispiel die Chemieindustrie, der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, der Schiffbau, die Medizintechnik, der Werkzeugbau oder die Stahlerzeugung.

Die Weiterbildung ist auch deswegen besonders beliebt, weil sie in vielen Fällen mit einem direkten Karriereaufschwung einhergeht. Eine Untersuchung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im Auftrag des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)* hat ergeben: Fast zwei Drittel sind durch die Weiterbildung beruflich aufgestiegen oder üben eine interessantere Tätigkeit aus und 61 Prozent profitieren von einer Gehaltserhöhung. Motivierend wirkt sicherlich auch, dass die Prüfung seit einigen Jahren mit einer Bestehensquote von ganzen 80 Prozent glänzen kann.

* Stand: 2011, Quelle: https://www.bibb.de/de/pressemitteilung_494.php

Nach dem erfolgreichen Bestehen der Industriemeister Metall Prüfung, können Sie anschließend auch noch die Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt absolvieren und damit die höchste Stufe der IHK-Aufstiegsfortbildung erlangen.

An wen richtet sich die Weiterbildung?

Die Fortbildung richtet sich an ausgebildete Facharbeiter aus der Metallindustrie, die über ihre Berufserfahrung bereits mit den Lehrinhalten in Berührung gekommen sind. Die Weiterbildungsteilnehmer streben in der Regel eine Führungsposition in einem Metallunternehmen an.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Bei der Weiterbildung zum Industriemeister – Fachrichtung Metall werden drei Qualifikationen geprüft:

  • berufs- und arbeitspädagogische Qualifikationen
  • fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen
  • handlungsspezifische Qualifikationen

Die berufs- und arbeitspädagogischen Qualifikationen werden durch eine erfolgreich abgelegte Prüfung nach Paragraf 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) überprüft. Das bedeutet, Sie müssen für den Abschluss als Industriemeister Metall einen Nachweis über Ihre Ausbilderkompetenzen, zum Beispiel den Ausbilder-Schein (AdA-Schein), nachweisen können. Dieser Nachweis muss vor dem Beginn der letzten Prüfung vorgelegt werden.

Die Weiterbildungen für den Industriemeister selbst sind nicht verpflichtend für die Abschlussprüfung. Sie können sich also theoretisch auch alles im Alleingang beibringen und dann die IHK-Prüfung ablegen. Da die Industriemeister Metall Fortbildung allerdings sehr anspruchsvoll ist, ist es empfehlenswert, einen Kurs dafür zu belegen.

Dementsprechend sind die Voraussetzungen der Kursanbieter nur zweitrangig. Oft entsprechen sie den gleichen Voraussetzungen, die auch für die IHK-Prüfung verlangt werden, manchmal reicht aber auch nur Berufserfahrung und ein Schulabschluss.

Entscheidend sind daher die Prüfungsvoraussetzungen der IHK. Diese werden noch einmal unterteilt in die beiden Prüfungsgebiete. Zuerst werden die fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen geprüft, erst danach wird man zur Prüfung der handlungsspezifischen Qualifikationen zugelassen. Die spezifischen Voraussetzungen lauten folgendermaßen:

Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen

  1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der den Metallberufen zugeordnet werden kann, oder
  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis* oder
  3. eine mindestens vierjährige Berufspraxis.*

Handlungsspezifische Qualifikationen

  1. das Ablegen der Prüfung des Prüfungsteils „Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikationen“ und
  2. zu den in Absatz 1 Nr. 1 bis 3 genannten Voraussetzungen ein weiteres Jahr Berufspraxis.*

* Die genannte Berufspraxis muss in direktem Bezug zum Aufgabenfeld des Industriemeisters Metall stehen. Bei einer Vollzeit-Weiterbildung muss das weitere Jahr Berufspraxis vor Beginn der Weiterbildung abgeleistet sein.

Quelle: IHK NRW

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit der Metall-Industriemeister. Dazu zählen

  • hohes technisches Verständnis,
  • Organisationstalent,
  • Belastbarkeit,
  • Führungskompetenz und gleichzeitig
  • die Fähigkeit, kooperierend im Team zu arbeiten.

Wie lange dauert die Fortbildung zum Industriemeister Metall?

Die genaue Dauer der Industriemeister Metall Weiterbildung hängt zum einen vom Anbieter ab, zum anderen aber auch von der gewählten Zeitvariante. Am kürzesten ist die Vollzeit-Weiterbildung, dafür sollten Sie etwa fünf bis neun Monate einplanen.

Die Teilzeit-Varianten – egal, ob als Präsenz- oder als Fernlehrgang – dauern bedeutend länger. Von 18 Monaten bis 30 Monaten ist alles dabei. Fernlehrgänge können in der Regel auch noch mal kostenlos verlängert werden, da die Anbieter sich der Doppelbelastung von Job und Weiterbildung natürlich bewusst sind.

Was kostet die Weiterbildung?

Je nach Bildungseinrichtung variieren die Ausbildungskosten stark. Sowohl für den Präsenzkurs als auch für den Fernlehrgang können Sie jedoch mit einer Kostenspanne von 3.500 bis 6.500 Euro rechnen. Hinzu können eventuell noch Fahrt- und Übernachtungskosten kommen. Sie sehen also, dass die Preisspanne sehr groß ist. Daher lohnt es sich, die unterschiedlichen Kursangebote zu vergleichen.

Zusätzlich kommt in der Regel noch die Prüfungsgebühr für die IHK-Prüfung dazu. Da die genaue Summe je nach IHK variieren kann, sollten Sie sich dafür bei Ihrer Industrie- und Handelskammer informieren. Ungefähr 400 Euro sollten Sie aber auf jeden Fall einplanen.

Auch der Ausbilderschein (AdA-Schein) kostet Geld, wenn Sie diesen noch nicht haben. Da dieser Schein zur Prüfung dazu zählt, müssen Sie die Kosten für diesen Kurs also ebenfalls noch einplanen. Die genauen Kosten variieren ebenfalls je nach IHK und HWK, aber im Schnitt sollten Sie mit 600 bis 750 Euro inklusive Prüfungsgebühr für den AdA-Schein rechnen.

Die Preise von Fernanbietern können höher ausfallen, dafür haben Sie bei Fernlehrgängen die volle Flexibilität in Bezug auf Ihre Lernzeit. Manche Anbieter haben auch kombinierte Kurse, bei denen die Ausbilder-Eignungsprüfung in die Industriemeister-Weiterbildung integriert ist.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Das Aufstiegs-BAföG, die Bildungsprämie und der Bildungskredit sind die gängigsten Weiterbildungsförderungen. Eine Umfrage der DIHK hat ergeben, dass 48,2 Prozent der Metall-Industriemeister vom Aufstiegs-BAföG unterstützt wurden. 24,8 Prozent haben eine Förderung durch ihren Arbeitgeber erhalten und 1,5 Prozent sind durch den Bildungsgutschein finanziell entlastet worden.

Abhängig von Ihrer persönlichen Situation können außerdem folgende Förderungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen: Begabtenförderung, Weiterbildungssparen, WeGebAU, Bildungsurlaub, Rehabilitationsförderung und spezifische Förderungsprogramme der Bundesländer. Informieren Sie sich am besten im ersten Schritt darüber, welche Förderung Sie gegebenenfalls in Anspruch nehmen können.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach der Weiterbildung zum Industriemeister Metall bekommen Sie vom Kursanbieter ein Zeugnis oder Zertifikat über die Teilnahme. Erst nach der bestandenen Prüfung vor der IHK dürfen Sie sich Geprüfter Industriemeister bzw. Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Metall (IHK) – kurz Industriemeister Metall – nennen.