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AdA Schein

Die Ausbildung zum Ausbilder ist ideal für alle, die anderen dabei helfen wollen, den ersten erfolgreichen Schritt ins Berufsleben zu machen. Finden Sie hier passende Anbieter für Ihren AdA Schein und erfahren alles zu Voraussetzungen, Inhalten, Kosten und Anerkennung.

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AdA Schein

Was lerne ich beim AdA Schein?

Ein Ausbilderschein ist ein Zertifikat, welches Sie dazu befähigt, eine Ausbildung durchführen zu können. Um diesen zu erhalten, müssen Sie eine entsprechende Prüfung absolvieren. Damit Sie diese Prüfung auch erfolgreich bestehen können, gibt es eine Vielzahl an Vorbereitungskursen zur Ausbildereignungsprüfung, die Sie bestens auf den Abschluss des AdA Scheins vorbereiten. Die Inhalte eines solchen Vorbereitungskurs richten sich an vier Handlungsfelder:

Handlungsfeld 1: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen

  • Planung und Entscheidung des betrieblichen Ausbildungsbedarf
  • Strukturen des Berufsbildungssystems verstehen
  • Die Auswahl von passenden Ausbildungsberufen für den Betrieb

Handlungsfeld 2: Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken

  • Einen betrieblichen Ausbildungsplan erstellen
  • Kooperationsbedarf ermitteln und Kooperationen mit Berufsschulen herstellen
  • Ausbildungsvertrag erstellen

Handlungsfeld 3: Ausbildung durchführen

  • Lernförderliche Bedingungen und eine Lernkultur schaffen
  • Ausbildungsmethoden zielgruppengerecht und situationsspezifisch anwenden
  • Die soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden fördern
  • Leistungen feststellen und bewerten

Handlungsfeld 4: Ausbildung abschließen

  • Auszubildende auf die Abschlussprüfung vorbereiten
  • Ein Zeugnis auf Grundlage von Leistungsbeurteilungen erstellen
  • Über betriebliche Entwicklungswege und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten informieren

Die Prüfung gemäß der AusbildungsEignungsVerOrdnung (kurz: AEVO) besteht aus zwei Teilen. Sie müssen eine schriftliche Prüfung ablegen, welche 180 Minuten dauert. Sie findet zu bestimmten Terminen bundesweit gleichzeitig statt. Dann gibt es eine praktische Prüfung, bei der Sie wählen können, ob Sie eine Ausbildungssituation präsentieren möchten oder ob Sie eine Ausbildungssituation mit Auszubildenden praktisch durchführen möchten. Der praktische Teil der Prüfung beläuft sich zeitlich auf 30 Minuten.

Was bringt mir der AdA Schein?

Der AdA Schein ist eine berufliche Zusatzqualifikation, mit der Sie mehr Verantwortung und mehr Tätigkeiten in Ihrem Betrieb übernehmen können. Sie planen, organisieren und leiten die Ausbildung in Ihrem Unternehmen und sorgen dafür, dass die Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich bestehen, neben der Verantwortung kann auch Ihr Gehalt steigen.

Wer ist die Zielgruppe?

In der erster Linie richtet sich der AdA Schein an alle, die in einem Ausbildungsberuf arbeiten und dort eine mehrjährige Berufserfahrung nachweisen können. Auch ein gewisses Interesse, den beruflichen Nachwuchs auszubilden, muss gegeben sein.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Praktisch jeder kann eine AdA-Prüfung ablegen, denn gesetzliche oder formale Voraussetzungen liegen nicht vor. Theoretisch wird nicht einmal ein bestimmtes Mindestalter vorausgesetzt. Sie sind dann zwar zur Ausbildung befähigt, dennoch können Sie nach bestandenem Ausbilderschein nicht sofort andere Menschen ausbilden. Denn an die Berechtigung zur Ausbildung sind weitere Bedingungen geknüpft. So müssen Sie ebenfalls eine gewisse fachliche Kompetenz nachweisen, um zu belegen, dass Sie auch inhaltlich dazu fähig sind, eine Ausbildung zu leiten und zu vermitteln. Weiterhin müssen Sie persönlich für die Ausbildung geeignet sein, Sie dürfen beispielsweise nicht zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden sein. Die Berechtigung zur Ausbildung wird von der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) erteilt.

Wie lange dauert ein Ausbilderschein?

Die Vorbereitung für die Ausbildereignungsprüfung dauert nur wenige Tage. Da die Ausbildung zum Ausbilder/zur Ausbilderin oft von Menschen beansprucht wird, die bereits mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen, sind die Vorbereitungskurse sehr arbeitnehmerfreundlich gestaltet. So haben Sie üblicherweise die Wahl zwischen Wochenend- oder Abendkursen.

Bei einem Online- oder Fernkurs können Sie die Lernzeiten völlig selbst gestalten und genießen mehr Freiheiten beim Lernen, allerdings fehlt hier der persönliche Bezug zu den Lehrpersonen und anderen Mitschüler/Innen.

Was kostet der Ausbilderschein?

Die Kosten für einen Ausbilderschein setzen sich aus zwei Komponenten zusammen. So müssen Sie zum einen die Kosten für den Vorbereitungskurs zur Ausbildereignungsprüfung zahlen. Diese belaufen sich, abhängig vom jeweiligen Kurs, auf insgesamt ungefähr 400 bis 800 Euro. Dazu kommt noch die Prüfungsgebühr für die Ausbildereignungsprüfung, welche direkt an die zuständige Prüfungsstelle gezahlt werden. Hier ist es schwierig, im Vorfeld Angaben zu diesen Prüfungsgebühren zu machen, da jede Prüfungsstelle unterschiedliche Gebühren erhebt. So erhebt beispielsweise die IHK Berlin nur 90 Euro Prüfungsgebühr, die IHK Nord Westfalen verlangt 170 Euro.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Kurz vorweg: Ja, die gibt es! Sie können wählen aus einer Bandbreite an Möglichkeiten, mit denen Sie Ihre Weiterbildung fördern können. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Arbeitgeber nach einer finanziellen Förderung zu fragen. Durch den Ausbilderschein bilden Sie einen hohen Mehrwert für Ihren Arbeitgeber.

Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit, einen Bildungsscheck oder eine Bildungsprämie zu beanspruchen. Dadurch lassen sich die Kosten für den Vorbereitungskurs zur Ausbildereignungsprüfung teilweise oder sogar komplett stemmen. Wussten Sie, dass Sie für einen AdA Schein auch Meister-BAföG in Anspruch nehmen können?

Bildungsscheck

Diese Weiterbildung kann mit dem Bildungsscheck gefördert werden. Der Bildungsscheck NRW ist eine Fördermaßnahme der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und kann sowohl für Beschäftigte, Berufsrückkehrer oder Selbstständige ausgestellt werden als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wichtigste Voraussetzung ist der Wohnort oder eine Arbeitsstätte in NRW. Gefördert werden berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Bildungsprämie

Diese Weiterbildung kann durch eine Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie ist eine Maßnahme der Bundesregierung zur Förderung von beruflicher Weiterbildung. Wenn Sie mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten (Elternzeit oder Pflegezeit werden auch akzeptiert) und Ihr zu versteuerndes Einkommen jährlich nicht höher als 20.000 Euro ist, haben Sie die Voraussetzungen zum Erhalt der Bildungsprämie in Form eines Prämiengutscheins erfüllt. Die Bildungsprämie fördert 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Meister-BAföG

Für diese Fortbildung können Sie das Aufstiegs-BAföG beantragen. Das sogenannte Meister-BAföG unterstützt rund 700 Fortbildungsabschlüsse, die eine weitere berufliche Qualifikation, z. B. den Meister oder einen Fachwirt-Abschluss, ermöglichen. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden vermögens- und einkommensunabhängige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gefördert sowie Materialkosten für ein Meisterprüfungsprojekt bei Vollzeit- und Teilzeit-Weiterbildungen.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Mit Abschluss der Prüfungen erhalten Sie den Ada Schein. Die Ausbildereignung gemäß AEVO ist in ganz Deutschland anerkannt. Der Ausbilderschein wird von den Industrie- und Handelskammern beziehungsweise Handwerkskammern vergeben und somit von etablierten Institutionen anerkannt.