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Tourismusfachwirt/in

Sie sind in der Tourismusbranche tätig und streben mehr Verantwortung an? Vertiefen Sie Ihr Berufswissen in einer Tourismusfachwirt Weiterbildung! Hier machen Sie sich mit Management-Aufgaben vertraut und beschäftigen sich mit Organisation und Planung.

Dauer der Kurse
2 Jahre - 2 Jahre
Abschluss
IHK-Zertifikat
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Tourismusfachwirt/in

Was lerne ich in der Tourismusfachwirt/in Weiterbildung?

Inhaltlich richtet sich die Weiterbildung an den Themen der Prüfung zum/zur Geprüften Tourismusfachwirt/in aus. Diese findet vor einer Industrie- und Handelskammer (IHK) statt und ist in der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Tourismusfachwirt und Geprüfte Tourismusfachwirtin geregelt. Demnach werden folgende Handlungsbereiche geprüft:

  1. Unternehmensführung und -entwicklung
  2. Betriebswirtschaftliche Bewertung und Steuerung von Geschäftsprozessen
  3. Personalführung und -entwicklung
  4. Gestaltung des Marketingprozesses
  5. Qualitäts- und Projektmanagement
  6. Leistungserstellung im Tourismus

Gemäß der Verordnung erwarten Sie innerhalb dieser sechs Handlungsbereiche bei der Prüfung diese Inhalte:

Unternehmensführung und -entwicklung

  • Analysieren des eigenen betriebswirtschaftlichen Aufgabenbereichs und Entwicklung von Vorschlägen zur Umsetzung unternehmerischer Entscheidungen
  • Umsetzen betrieblicher Ziele und Strategien sowie Entwickeln und Evaluieren von daraus abgeleiteten Teilzielen
  • Beurteilen von Trendsignalen und Marktentwicklungen sowie Erarbeiten von daraus resultierenden Handlungsempfehlungen
  • Einordnen globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge und Beurteilen der Auswirkungen auf die betrieblichen Angebote
  • Gestalten und Optimieren der Arbeitsprozesse und -abläufe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten

Betriebswirtschaftliche Bewertung und Steuerung von Geschäftsprozessen

  • Beurteilen von Jahresabschlüssen zur Einschätzung der Unternehmenssituation
  • Interpretieren von betrieblichen Kennzahlen hinsichtlich der Verbesserung von Leistungserstellungsprozessen
  • Einsetzen von betrieblichen Steuerungsinstrumenten
  • Entwickeln von Konzepten zur Vorbereitung von Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen
  • Aufstellen, Überwachen und Anpassen von Budgets

Personalführung und -entwicklung

  • Gewinnen, Auswählen und Einsetzen von Personal
  • Anleiten, Fördern und Motivieren von Mitarbeitern
  • Beurteilen von Mitarbeiterentwicklungspotenzialen sowie Empfehlen von individuellen Entwicklungszielen
  • verantwortungsvolles Umgehen mit Mitarbeitern und Empfehlen von Personalbindungsmaßnahmen
  • Anwenden von Methoden der Kommunikation, der Motivationsförderung und des Konfliktmanagements
  • Planen und Durchführung der Ausbildung

Gestaltung des Marketingprozesses

  • Nutzen relevanter Methoden der Marketingforschung zur Absicherung von Marketingentscheidungen
  • Entwickeln von Marketingzielen und -strategien zur Verbesserung der Wettbewerbsposition
  • Umsetzen von zielgruppenspezifischen Marketingmaßnahmen unter Nutzung geeigneter Instrumente zur Erreichung der Marketingziele
  • Nachbereiten der Maßnahmen, Bewerten des Ergebnisses und Einleiten von Veränderungsprozessen zur Optimierung der Dienstleistung

Qualitäts- und Projektmanagement

  • Planen und Festlegen von Qualitätszielen,
  • Anwenden von Qualitätsmanagementmethoden und -techniken
  • Planen und Steuern von qualitätssichernden und -verbessernden Maßnahmen
  • Planen, Durchführen, Kontrollieren und Evaluieren von unternehmens- und kundenbezogenen Projekten

Leistungserstellung im Tourismus

  • Gestalten der Beziehungen mit unterschiedlichen touristischen Dienstleistern zur Optimierung des Angebotes
  • Berücksichtigen von Märkten, Marktstrukturen und Kundenbedürfnissen bei der Leistungserstellung
  • Entwickeln und Anbieten von touristischen Produkten
  • Planen und Umsetzen von Veranstaltungen unter Berücksichtigung spezifischer Rahmenbedingungen

In der Weiterbildung setzen Sie sich intensiv mit diesen thematischen Feldern auseinander und lernen, wie Sie diese in der Praxis anwenden können.

Was bringt mir die Weiterbildung?

Bekanntlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch Fachwirte regnet es eher selten. Um den anerkannten Abschluss zu erhalten, ist einiges an Fleiß, Lernleistung und Motivation gefragt. Sie können sich der Prüfungsvorbereitung theoretisch auch eigenständig widmen. Eine absolvierte Weiterbildung wird für die Zulassung zur IHK-Prüfung nicht gefordert. Jedoch lernt es sich in Gruppen, mit geschulten Dozenten und der Möglichkeit, Rückfragen stellen zu können, oftmals wesentlich leichter und effektiver.

Die Weiterbildung bereitet Sie also bestmöglich auf die Prüfung vor und hilft Ihnen, die Inhalte so zu verinnerlichen, dass Sie sie auch im Berufsalltag als Tourismusfachwirt/in abrufen und einsetzen können.

Falls Sie sich unsicher sein sollten, ob eine Weiterbildung der richtige Schritt für Sie ist, können Sie bei manchen Anbietern einen kostenlosen Probezeitraum nutzen und zunächst in die Kursinhalte hineinschnuppern. Entscheiden Sie sich nach Ablauf der Probezeit für die Weiterführung des Lehrgangs, geht diese in den kostenpflichtigen Kurs über. Dann müssen Sie die entsprechenden Kosten auch nachträglich für den Probemonat bezahlen.

Bei manchen Weiterbildungsanbietern können Sie zudem einen Ausbilderschein (AdA-Schein) ablegen. Auf Grundlage des IHK-Abschlusses zum/zur Tourismusfachwirt/in wird Ihnen in dem Fall die schriftliche Prüfung erlassen und Sie müssen nur eine zusätzliche mündliche Prüfung ablegen. Ist auch dies geschafft, haben Sie die Berechtigung, die Aufgaben eines Ausbilders zu übernehmen.

Interessant zu wissen: Ein Fachwirt wird vom Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) als gleichwertig mit dem akademischen Bachelor angesehen. Aber nicht nur das: Wenn Sie vorher keine Hochschulzugangsberechtigung hatten, haben Sie diese spätestens nach der erfolgreichen Prüfung zum Fachwirt. Mit einem anerkannten Abschluss als Tourismusfachwirt/in (IHK) könnten Sie sich zum Beispiel noch weiter spezialisieren, z. B. mit einem Sport Tourismus Studium oder Nachhaltiges Tourismusmanagement Studium.

Wer ist die Zielgruppe?

Sie zählen zu der Zielgruppe des Lehrgangs, wenn Sie Berufserfahrung im Tourismus-Bereich mitbringen und einen beruflichen Aufstieg anstreben. Mit einem Tourismusfachwirt/in-Abschluss können Sie Fachaufgaben übernehmen und Führungspositionen ergattern.

Wenn Sie nicht aus der touristischen Branche kommen, aber ein tiefgehendes Interesse für diesen Bereich hegen und entsprechende Kompetenz erwerben wollen, können Sie ebenfalls zur Zielgruppe gehören.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Bei den meisten Anbietern gleichen sich die Anforderungen für die Zulassung zur Weiterbildung und denen zur IHK-Prüfung. In manchen Fällen genügt für die Zulassung zum Lehrgang aber auch Interesse am kaufmännischen Aspekt der Touristik. Besondere Qualifikationen und Vorkenntnisse sind in diesem Fall nicht notwendig.

Die Zulassung zur IHK-Prüfung zum/zur Tourismusfachwirt/in erhalten Sie, wenn Sie einen der folgenden Punkte erfüllen:

  1. eine abgeschlossene Ausbildung in einem 3-jährigen anerkannten Ausbildungsberuf der Tourismuswirtschaft + mindestens 1 Jahr Berufspraxis oder
  2. eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen kaufmännischen oder verwaltenden anerkannten Ausbildungsberuf + mindestens 2 Jahre Berufspraxis oder
  3. eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mindestens 3 Jahre Berufspraxis oder
  4. mindestens 5 Jahre Berufspraxis

Wichtig sind dabei nicht nur die Anzahl der Berufsjahre, sondern auch der wesentliche Bezug zum kaufmännischen Bereich der Tourismusbranche.

Tipp: Wenn Sie keine der vier Voraussetzungen für die Zulassung erfüllen, aber durch Nachweise darlegen können, dass Sie die notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten dennoch haben, ist unter Umständen ebenfalls der Zugang zur Weiterbildung und zur anschließenden Prüfung möglich.

Wie lange dauert die Fortbildung?

Der zeitliche Umfang Ihrer Weiterbildung hängt von der Fortbildungsform ab. Können Sie sich der Weiterbildung in Vollzeit widmen, oder passt nur ein berufsbegleitendes Teilzeitprogramm in Ihren Terminkalender?

Die meisten Kurse haben eine Dauer von ca. 12 bis 18 Monaten. Manchmal gibt es jedoch auch eine Fast-Track-Option, also die Möglichkeit einer zeitlichen Verkürzung und einer komprimierteren Inhaltsvermittlung.

Oftmals gibt es fixe Starttermine, die sich an den Prüfungsterminen der Industrie- und Handelskammern ausrichten. Einige Anbieter ermöglichen jedoch auch jederzeit einen Lehrgangsbeginn. Bei diesen handelt es sich in der Regel um Fernlehrgänge.

Was kostet die Tourismusfachwirt/in Weiterbildung?

Eine Tourismusfachwirt/in Weiterbildung ist nicht unbedingt kostengünstig, zahlt sich aber auf lange Sicht in den meisten Fällen aus. Im Schnitt müssen Sie ca. 3.000 Euro an Lehrgangskosten kalkulieren. Hinzu kommt die Prüfungsgebühr der jeweiligen Industrie- und Handelskammer. Diese beträgt in der Regel einige Hundert Euro.

Das hört sich zugegebenermaßen nach sehr viel Geld an. Das ist es natürlich auch. Allerdings haben wir an dieser Stelle noch zwei gute Nachrichten für Sie: Erstens gibt es bei vielen Anbietern die Option einer Ratenzahlung, zweitens gibt es diverse Fördermöglichkeiten, die die finanzielle Last unter Umständen deutlich senken können.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Je nachdem in welcher beruflichen Situation Sie sich befinden, gibt es verschiedene Optionen für eine Teil- oder sogar eine Vollförderung. Unter anderem können für Sie folgende Förderoptionen infrage kommen:

Aufstiegs-BAföG

Für diese Fortbildung können Sie das Aufstiegs-BAföG beantragen. Das ehemalige Meister-BAföG unterstützt rund 700 Fortbildungsabschlüsse, die eine weitere berufliche Qualifikation, zum Beispiel den Meister oder einen Fachwirt-Abschluss, ermöglichen. Mit dem Aufstiegs-BAföG werden vermögens- und einkommensunabhängige Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gefördert sowie Materialkosten für ein Meisterprüfungsprojekt bei Vollzeit- und Teilzeit-Weiterbildungen.

Bildungsscheck

Diese Weiterbildung kann mit dem Bildungsscheck gefördert werden. Der Bildungsscheck NRW ist eine Fördermaßnahme der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und kann sowohl für Beschäftigte, Berufsrückkehrer oder Selbstständige ausgestellt werden als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wichtigste Voraussetzung ist der Wohnort oder eine Arbeitsstätte in NRW. Gefördert werden berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Weiterbildungsstipendium

Diese Weiterbildung kommt für ein Weiterbildungsstipendium der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) infrage. Dieses richtet sich an aufstrebende und talentierte Berufseinsteiger. Voraussetzungen für die Bewerbung sind im Regelfall eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine besondere berufliche Leistung (z. B. ein Ausbildungsabschluss mit besser als „gut“ oder mindestens 87 Punkten) sowie ein maximales Alter von 24 Jahren. Für die Altersgrenze gibt es jedoch auch Ausnahmen, beispielsweise wenn eine Elternzeit oder ein Freiwilligendienst die berufliche Laufbahn geprägt haben.

Mehr Informationen zu diesen drei Optionen sowie weitere Möglichkeiten, die Kosten für die Weiterbildung zu senken, können Sie in unserer Rubrik zur Weiterbildungsförderung finden.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Wenn alle Kursinhalte absolviert sind, erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung des jeweiligen Anbieters. Legen Sie im Anschluss darüber hinaus auch die IHK-Prüfung ab, winkt außerdem der anerkannte Abschluss Geprüfte/r Tourismusfachwirt/in (IHK).

Haben Sie sich für eine Weiterbildung zum/zur Tourismusfachwirt/in inklusive einer Ausbildung als Ausbilder gemäß der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) und legen die bereits erwähnte mündliche Prüfung ab, dann können Sie nach erfolgreichen Meistern sämtlicher Prüfungen zudem den AdA-Schein in Ihren Händen halten.