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Systemische Beratung Ausbildung und Weiterbildung

Sie möchten lernen, wie Sie mit Menschen in unterschiedlichen Situationen wertschätzend und respektvoll kommunizieren können? Und vor allem, wie Sie sich selbst in verschiedenen Kontexten verhalten? Dann sollten Sie eine Ausbildung zum systemischen Berater in Erwägung ziehen. Erfahren Sie hier alles, was Sie zur Ausbildung wissen müssen und finden Sie passende Weiterbildungsangebote!

Dauer der Kurse
14 Jahre - 18 Jahre
Abschluss
Master
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Systemische Beratung Ausbildung und Weiterbildung

Was lerne ich in der Ausbildung?

Wir alle sind Teil eines oder mehrerer Systeme. Sei es im System der Familie, im Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld. In jedem dieser Systeme nehmen wir eine andere Rolle ein – als Tochter oder Sohn in der Familie oder als Angestellte/r oder Führungsperson auf der Arbeit.

Was versteht man unter systemisch?

In einer systemischen Beratung Ausbildung lernen Sie solche Systeme und ihre Wechselwirkungen sowie ihren Einfluss auf Personen zu erkennen und zu analysieren. Gerade bei zwischenmenschlichen oder psychosozialen Herausforderungen kann der Blick von einer externen Person auf die unterschiedlichen Systeme sehr hilfreich sein.

Ursprünglich entstanden aus den modernen Konzepten der systemtheoretischen Wissenschaft, hat systemische Beratung mittlerweile in fast allen Disziplinen der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften Eingang gefunden.

Vielfältige Anwendungsfelder

Eine systemische Beratung kann in vielen Lebensbereichen Veränderungen hervorrufen und den Klienten helfen, eine neue Sichtweise auf ihre Probleme einzunehmen. Gerade in der Paarberatung, bei der Behandlung von Traumata oder auch im beruflichen Umfeld erweist sich systemische Beratung oft als hilfreich.

Erst Selbstcoaching, dann Fremdcoaching

Um Ihre Klienten erfolgreich während Veränderungsprozessen und Herausforderungen begleiten zu können, ist es elementar, dass Sie sich selbst über Ihre Rolle in den unterschiedlichen Systemen bewusst sind.

Dazu schauen Sie zunächst bei sich selbst, in welchen Systemen Sie involviert sind. Denn nur wer sich seiner eigenen Rollen und Handlungen in unterschiedlichen Kontexten bewusst ist, kann andere durch schwierige Situationen leiten.

Deshalb besteht ein großer Teil der Ausbildung zur/zum systemischen Berater/in auch aus sogenannten Selbsterfahrungen. Hier haben die Teilnehmer/innen im geschützten Rahmen ihrer Weiterbildungsgruppe die Möglichkeit, an persönlichen Themen zu arbeiten und „blinde Flecken“ oder ungesunde Verhaltensmuster aufzuarbeiten.

Das Verhältnis von fachspezifischen Inhalten und Selbsterfahrungs-Einheiten sollte in Ihrer Ausbildung recht ausgewogen sein. Wenn Sie sich über die genaue inhaltliche Aufteilung bei einer Ausbildung unsicher sind, fragen unbedingt vorher beim entsprechenden Anbieter nach. Denn nur ausreichende Praxiserfahrung kann Sie auf die Tätigkeiten als Berater/in vorbereiten.

Im Zentrum der Arbeit systemischer Berater/innen steht der Dialog mit dem Klienten. Deswegen erlernen Sie in Ihrer Weiterbildung auch eine ganze Reihe verschiedener Kommunikationstechniken und anderen hilfreichen Tools, die dem Klienten die Chance bieten, die Lösung aus eigener Kraft zu finden.

Typische Inhalte in einer systemischen Berater Ausbildung:

  • Systemische Fragetechniken
  • Grundlagen der Gesprächsführung
  • Supervision
  • Soziale Systeme
  • Opfer-Täter-Dynamiken
  • Systemische Bindungen
  • Systemische Aufstellungsformate
  • Umgang mit dysfunktionalen Gefühlen
  • Herausforderungen in Paarbeziehungen
  • Grunddynamiken im Familiensystem
  • Grundlagen der Traumaberatung
  • Genogrammarbeit
  • Skriptarbeit

Verschiedene Ausbildungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Neben der klassischen systemischen Berater/innen Ausbildung, die die Grundlagen des systemischen Arbeitens vermittelt, gibt es noch einige weitere Fortbildungen mit besonderen Schwerpunkten. Diese richten sich zumeist an erfahrene systemische Berater/innen und erfordern meist ein gewisses Maß an Berufspraxis.

Zu den folgenden Themen können Sie sich unter anderem weiterbilden:

  • Hypno-Systemische Beratung und Therapie
  • Systemische Kinder- und Jugendtherapie
  • Systemische Therapie
  • Systemische Familienberatung
  • Interkulturelle systemische Beratung
  • Marte Meo Kurs
  • Systemische Organisationsentwicklung
  • Systemische Leitung und Führung
  • Systemische Traumatherapie
  • Systemische Paar- und Sexualtherapie

Was bringt mir die Weiterbildung?

Einer systemische Beratungsausbildung bringt Ihnen vielerlei Vorteile:

Sie haben die Möglichkeit, sich zunächst selbst zu reflektieren, in welchen Systemen Sie sich befinden und wie Sie sich in bestimmten Situationen verhalten. Sie können verdeckte Konflikte erkennen und aufarbeiten und schaffen so einen achtsameren und bewussteren Umgang mit sich selbst.

Eine Weiterbildung zum/r systemischen Berater/in dient aber nicht nur dem Selbstzweck, sondern ermöglicht Ihnen eine einfühlsamere und achtsamere Kommunikation mit Ihrem Umfeld. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie im vertrauensvollen Kontakt mit anderen Menschen, zum Beispiel als Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter oder Heilpraktiker, arbeiten.

Auch ermöglicht Ihnen die Ausbildung zum/r systemischen Berater/in den Weg in die Selbstständigkeit. Egal, ob Privat- oder Berufsleben, die Nachfrage nach gehaltvoller und ressourcenorientierter Beratung ist nach wie vor ungebrochen und nimmt eher zu. Die beruflichen Chancen für gut ausgebildete systemische Berater/innen stehen also sehr gut.

Wer ist die Zielgruppe?

Die meisten systemischen Beratungsausbildungen richten sich an Personen in pädagogischen, sozialen oder psychologischen Berufen. Also vor allem Berufe, in dem die Kommunikation und der Kontakt mit Menschen im Vordergrund steht.

Doch auch wenn Sie nicht in einem der genannten Bereiche tätig sind, kann eine Weiterbildung zur/zum systemischen Berater/in hilfreich sein – zum Beispiel für Führungskräfte oder andere verantwortungsvolle Tätigkeiten.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

In der Regel dauert eine Ausbildung zur/zum systemischen Berater/in etwa zwei Jahre. Einzelne Fortbildungen, die nur ein Thema im systemischen Umfeld behandeln, können sich auf ein Wochenende erstrecken.

Weiterführende systemische Ausbildungen, zum Beispiel in systemischer Hypnotherapie oder Paar- und Sexualtherapie, können auch bis zu drei Jahre dauern.

Was kostet der Kurs?

Die Kosten für eine systemische Beratung Weiterbildung liegt bei den meisten Anbietern zwischen 4.000 und 5.600 Euro. Im Preis enthalten sind Seminarunterlagen, die regulären Seminarinhalte sowie die Selbsterfahrungsinhalte und die Kosten für die Abschlussprüfung. Viele Weiterbildungsinstitute bieten die Möglichkeit einer Ratenzahlung an.

Eventuelle Anfahrts- und Übernachtungskosten müssen von den Teilnehmer/innen selbst getragen werden.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Bildungsscheck

Diese Weiterbildung kann mit dem Bildungsscheck gefördert werden. Der Bildungsscheck NRW ist eine Fördermaßnahme der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und kann sowohl für Beschäftigte, Berufsrückkehrer oder Selbstständige ausgestellt werden als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wichtigste Voraussetzung ist der Wohnort oder eine Arbeitsstätte in NRW. Gefördert werden berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Bildungsprämie

Diese Weiterbildung kann durch eine Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie ist eine Maßnahme der Bundesregierung zur Förderung von beruflicher Weiterbildung. Wenn Sie mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten (Elternzeit oder Pflegezeit werden auch akzeptiert) und Ihr zu versteuerndes Einkommen jährlich nicht höher als 20.000 Euro ist, haben Sie die Voraussetzungen zum Erhalt der Bildungsprämie in Form eines Prämiengutscheins erfüllt. Die Bildungsprämie fördert 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

1. Hochschul- oder Fachhochschulabschluss (Bachelor oder Master) und psychosoziale Praxiserfahrungen

  • oder ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mindestens 3-jährige Berufsausbildung)
  • oder ein qualifizierter Berufsabschluss (mindestens 3-jährige Berufsausbildung)
    und mindestens 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld
  • oder ein qualifizierter Berufsabschluss (mindestens 2-jährige Berufsausbildung)
    und mindestens 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld
    und Abschluss einer qualifizierenden Weiterbildung mit einem bestimmten Mindestumfang an Unterrichtsstunden

Der Nachweis erfolgt über ein Zeugnis und/oder ergänzende geeignete Unterlagen.

2. Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung während der Weiterbildung.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Die meisten Weiterbildungen enden mit einer Prüfung, in der die Teilnehmer/innen ihr erworbenes Wissen in einem simulierten Beratungsgespräch anwenden sollen.

Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat von Ihrem Anbieter. Achten Sie vor Ihrer Anmeldung darauf, dass die Ausbildung von mindestens einem der großen systemischen Verbände, der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) oder der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS), anerkannt ist.