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Pflegeberater Weiterbildung

Menschen zu beraten und zu unterstützen liegt Ihnen? Eine Pflegeberater Weiterbildung bietet Ihnen genau das. Welche Anbieter es gibt und was genau Sie beachten sollten, verraten wir hier.

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Pflegeberater Weiterbildung

Welche Pflegeberater Weiterbildungen gibt es?

In einer Zeit, in der Menschen immer älter werden, steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Pflegeberatung gehört deshalb seit 2009 zum Rechtsanspruch und kann von jedermann in Anspruch genommen werden.

Aufgrund des Mangels an Pflegefachkräften sind Pflegeberater sehr begehrt und haben exzellente Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Eine Pflegeberater Weiterbildung bietet Ihnen also große Vorteile. Allerdings ist die Bezeichnung Pflegeberater/in nicht rechtlich geschützt. Um anerkannt zu sein, sollten Sie eine Weiterbildung auswählen, die nach §7a SGB XI oder §45 SGB XI festgelegt ist und zusätzlich den Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes entspricht. Denn Pflegekassen dürfen zum Beispiel nur Personal einsetzen, das nach diesen Empfehlungen geschult wurde.

Somit gibt es zwei Möglichkeiten, Pflegeberater/in zu werden. Zum einen gibt es Pflegeberater nach §45 SGB XI. Diese lehren Angehörige und zuständige Personen, wie sie Pflegebedürftigen Pflege und Unterstützung zukommen lassen können. Sie haben also eine schulende Funktion.

Pflegeberater nach §7a SGB XI ermitteln den Hilfsbedarf von Pflegebedürftigen, erstellen Versorgungspläne und vermitteln sie an die Stellen im Sozialsystem, an die sich Betroffene werden können. Dabei arbeiten sie eng mit den Pflegebedürftigen zusammen und betreiben somit individuelles Fallmanagement.

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Pflegeberate Weiterbildung also genau darauf, ob es eine Schulung nach §45 SGB XI oder §7a SGB XI ist.

Zusatzinfo: Das sogenannte Case-Management wird oft gemeinsam mit der Pflegeberatung genannt. Es ist jedoch die langfristige Begleitung einer pflegebedürftigen Person und nicht, wie die Pflegeberatung, über einen bestimmten Zeitraum ausgelegt.

Was lerne ich in der Weiterbildung?

Eine Weiterbildung zum/zur Pflegeberater/in vermittelt Ihnen Wissen rund um das Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit. Dabei ist, wie vorab genannt, zu unterscheiden zwischen Pflegeberater/innen, die nach §7a SGB XI oder §45 SGB XI ausgebildet werden. Die Inhalte sind deswegen unterschiedlich.

Pflegeberater/in nach §45 SGB XI (H3)

Eine Weiterbildung Pflegeberater/in nach §45 SGB XI bereitet Sie darauf vor, andere Menschen zu schulen und zu beraten. Nach Ihrer Weiterbildung werden Sie Schulungskurse über allgemeine und spezielle Themen der Pflege geben und müssen komplizierte Inhalte einfach und korrekt weitergeben. Deshalb stehen auf dem Lehrplan zum Beispiel Themen, wie:

  • Einsatz von Lehr- und Lernmitteln
  • Präsentation und Moderation
  • Körpersprache
  • Strukturierung und Organisation von Pflegeinhalten
  • Recht in der Pflege
  • Fachwissen der Gesundheits- und Krankenpflege

Pflegeberater/in nach §7a SGB XI (H3)

Als Pflegeberater/in nach §7a SGB XI lernen Sie Konzeptionierung und Case Management sowie den Umgang mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Sie müssen wissen, nach welchen Kriterien Pflegebedürftigkeit ermittelt wird und an welche Stellen sich Hilfesuchende wenden können. Sie sollten allerdings auch schwierige Inhalte der Pflege einfach erklären können. Themen dieser Weiterbildung können sein:

  • Grundlagen des Pflegefachwissens
  • Qualitätsmanagementsysteme
  • Konzepte der Bedarfsermittlung
  • Recht in der Pflege
  • Rhetorik, Beratung und Antragstellung

Was bringt mir die Weiterbildung?

Die Pflegeberater Weiterbildung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich zu spezialisieren und Ihr Wissen zu erweitern. Dabei geht es nicht nur um den Sprung auf der Karriereleiter, sondern auch um das regelmäßige und notwendige Fortbilden in der Pflege. Denn nur so können aktuelle Standards eingehalten werden. Natürlich ist die Schulung auch ein gutes Argument für eine Gehaltserhöhung und steigert Ihre Wertschätzung.

Wer ist die Zielgruppe?

Die Pflegeberater Weiterbildung richtet sich vor allem an Fachkräfte der Pflege. Das sind zum Beispiel Altenpfleger/innen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen oder Sozialversicherungsfachangestellte. Doch auch Menschen, die anderen Menschen gerne helfen und sich für Pflegeberufe interessieren, kommen für den Kurs infrage.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Dauer einer Pflegeberater Weiterbildung ist unterschiedlich lang. Da die Schulung meist in Teilzeit angeboten wird, liegt die Dauer in der Regel zwischen sechs Monaten und einem Jahr. Das liegt daran, dass eine Weiterbildung in Teilzeit entweder ein- oder zweimal die Woche abends oder an bestimmten Wochenenden absolviert wird. Dazu kommen dann noch die Selbstlernphasen, um die Vor- und Nachbereitung der Pflegeberater Weiterbildung zu gewährleisten. Zusätzlich wird die Schulung auch in Vollzeit oder als Fernlehrgang angeboten. In Vollzeit beträgt die Dauer circa fünf Monate.

Während der Weiterbildung werden in der Regel auch Praktika absolviert. Wenn Sie bereits Berufserfahrung haben, können Sie das integrierte Praktikum jedoch überspringen. Das reduziert den Zeitaufwand und Sie sind schneller mit der Pflegeberater Weiterbildung fertig.

Was kostet der Kurs?

Die Kosten der Pflegeberater/in Weiterbildung liegen zwischen 295 Euro und 3.295 Euro. Je nach Schulungsdauer ändern sich die Kosten. Ein Kurs von 3 Tagen kostet um die 300 Euro, eine Weiterbildung in Teilzeit von vier bis fünf Monaten liegt bei circa 500 bis 600 Euro und die Weiterbildung von einem Jahr in Teilzeit kostet 2.000 Euro aufwärts.

Aber Achtung: Je nach dem müssen Sie zusätzlich noch Prüfungsgebühren oder eine Anmeldegebühr zahlen.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Für eine Pflegeberater/in Weiterbildung gibt es mehrere Möglichkeiten der Förderung. Finanzielle Hilfe bietet zum Beispiel ein Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG oder ein Weiterbildungsstipendium. Aber auch das Recht auf Bildungsurlaub kann Ihnen weiterhelfen. Detaillierte Infos über die verschiedenen Fördermöglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber Weiterbildungsförderung.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Voraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung ist eine Ausbildung in einem Bereich der Pflege oder Sozialen Arbeit. Ein Abschluss beispielsweise als Altenpfleger/in, Sozialversicherungsfachangestellte/r, Krankenpfleger/in oder Heilpädagoge/in mit Berufspraxis von mindestens einem Jahr reichen für die Weiterbildung aus.

Da Sie mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eng zusammenarbeiten, brauchen Sie viel Feingefühl und müssen sich auf unterschiedliche Menschen einstellen können. Einige Lebensgeschichten und Schicksale können Sie sehr mitnehmen. Da ist es nicht so einfach, nach der Arbeit abzuschalten und psychische Belastbarkeit hilft Ihnen mit Emotionen und belastenden Erfahrungen umzugehen.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Die Pflegeberater Weiterbildung nach§ 7a SGB XI und § 45 SGB XI endet in der Regel mit der Vergabe eines Zertifikats. Da der Kurs jedoch nicht gesetzlich festgelegt ist, kann auch eine Teilnahmebescheinigung als Abschluss gelten. Anerkannt wird die Weiterbildung nur, wenn sie den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes entspricht.