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Resilienztraining

Wir können nicht kontrollieren, was uns widerfährt, aber wir können kontrollieren, wie wir damit umgehen – diese sinngemäße Aussage vom erfolgreichen Sachbuchautor Brian Tracy haben Sie eventuell schon einmal gehört. Wenn Sie lernen möchten, mit Druck und Widerständen im Alltag besser umzugehen, ist ein Resilienztraining vielleicht das Richtige für Sie.

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Resilienztraining

Was ist das überhaupt?

Bemühen wir kurz verstaubte Lateinkenntnisse (bzw. das Internet), um den Begriff zu erklären: Das Verb „resilire“ lässt sich in etwa mit „zurückspringen“ oder „abprallen“ übersetzen. Die Resilienz einer Person ist demnach ihre Widerstandskraft und die Fähigkeit, aus Konflikten, Stress und Veränderungen sowie hohen Anforderungen psychisch und physisch weitgehend unbeschadet hervorzugehen, ohne sich dabei selbst langfristig zu verbiegen.

Resilienz und damit verbundene Konzepte haben sich aufgrund einer anspruchsvollen Arbeitswelt und generell stressbelegten Gesamtwelt inzwischen zu einem Trend entwickelt, dem sogar das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit ihrer Plattform Resilire nachgeht. Kein Wunder also, dass es auch eine Reihe an Fortbildungen und Coachings in diesem Bereich gibt.

Inhalte und Ziele eines Resilienztrainings

Ziel eines Resilienztrainings ist in der Regel, die eigenen Ressourcen im Umgang mit Belastungen aller Art besser zu kennen und einzusetzen. Werkzeuge dafür können Strategien und Methoden in unter anderem folgenden Bereichen sein:

  • Konfliktbewältigung
  • Stressmanagement
  • Achtsamkeit
  • Selbstreflexion
  • Selbstwirksamkeit
  • Identifikation von Überlastung und Prävention von Erkrankungen (z.B. Burnout)

Größere Gelassenheit, Energie und die Fähigkeit, sich von Anspannungen besser zu regenerieren, ist das angestrebte Ergebnis.

Wichtig: Es sollte nicht bedeuten, sich selbst unverwundbar oder unantastbar machen zu wollen oder sogar die eigene Persönlichkeit einem immer größeren Leistungsdruck anzupassen! Manche Seminare und Coachings mögen über das Ziel hinausschießen, indem sie Resilienz als Zaubermittel für und gegen alles darstellen. Was uns zu unserem nächsten Punkt bringt:

Worauf sollte ich achten?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, an einem Resilienztraining teilzunehmen, sollten Sie natürlich auf die Seriosität Ihres Anbieters achten. Haben Sie zum Beispiel einen Fernlehrgang im Auge, schauen Sie am besten auf der Webseite des Anbieters nach einer Plakette von Institutionen wie der Zentralstelle für Fernunterricht (ZfU). Diese prüft, ob der Lehrgang den Anforderungen des Fernunterrichtschutzgesetzes entspricht, also fachlich und didaktisch für den Fernunterricht geeignet ist und die Rechtsvorschriften eingehalten werden. Das sagt aber noch nicht unbedingt etwas über die Eignung des Kurses für Ihre Bedürfnisse aus. Erfahrungsberichte von Bekannten und Kolleg/innen sind diesbezüglich immer hilfreich. Ein Beratungsgespräch mit dem Anbieter und Teilnehmerbewertungen haben ebenfalls eine gewisse Aussagekraft über dessen Kompetenzen. Vorsicht ist mit Sicherheit bei Anbietern geboten, die Ihnen versprechen, Ihr Leben an einem Nachmittag zu ändern und dafür ggf. einen stolzen Preis verlangen.

Verlieren Sie darüber hinaus bitte Folgendes nicht aus dem Auge: Die Arbeit an Ihrer Resilienz ist ein lobenswerter und in vielen Situationen Erfolg versprechender Ansatz. Manche Situationen und Krisen im Leben lassen sich durch höhere Resilienz allein allerdings nicht lösen. Mobbing am Arbeitsplatz, eine andauernde Depression oder ein Burnout erfordern zum Beispiel professionelle ärztliche, psychotherapeutische bzw. arbeitsrechtliche Unterstützung. Sollten Sie sich in einer der erwähnten oder einer vergleichbaren Situation befinden, ziehen Sie darum bitte unbedingt in Erwägung, mit Ihrem Arzt, einem Psychotherapeuten oder einer Beratungsstelle darüber zu sprechen.

Wer ist die Zielgruppe?

Prinzipiell sind Resilienztrainings für jede/n gedacht, der oder die den eigenen Umgang mit belastenden Situationen verbessern möchte.

Neben Resilienztrainings für Einzelpersonen gibt es den Ansatz, die Resilienz eines Teams zu stärken. Dementsprechende Seminare werden häufig speziell für Führungskräfte angeboten. Darüber hinaus gibt es Kurse zur Ausbildung als Resilienztrainer/in.

So wie ein Individuum mit bestimmten Konflikten und Stress umgehen muss, so muss es auch ein Team. Flexibilität in der Aufgabenverteilung, Umgang mit Krisen als Team, Kommunikationspflege, gegenseitiges Vertrauen und Bestärkung sind Bereiche der Teamresilienz.

Wie lange dauert ein Resilienztraining?

Es gibt zahlreiche Kompaktangebote – etwa als Workshop über einige Stunden oder als Seminare, die sich über ein oder zwei Tage erstrecken. Sie finden in den Seminarräumen des Anbieters statt, als Inhouse-Schulung in Ihrem Unternehmen oder auch als Tagung in einem Hotel. Die Kombination aus Präsenzveranstaltungen und Online-Unterlagen bzw. Webinaren existiert ebenfalls. Es gibt zudem Fernlehrgänge über einen längeren Zeitraum,zum Beispiel für einige Monate, bei denen wöchentlich eine bestimmte Anzahl von Stunden investiert werden sollte. Achten Sie hier darauf, ob es sich um eine 100%ige Fernfortbildung handelt oder Präsenzphasen vorgesehen sind, wenn es für Ihre Planung wichtig ist.

Was kostet ein Kurs?

Es gibt Fernlehrgänge für einige hundert Euro mit Probephase und es gibt Kombi-Angebote aus Präsenztagungen und Webinaren für 1000-2000 Euro und mehr. Bei letzterem sind Dinge wie Verpflegung etc. zu beachten. Eine goldene Regel für den angemessenen Preis gibt es nicht, sehr wohl aber Ihre persönlichen Vorlieben: Wenn Ihnen der Austausch vor Ort und ein gewisser Eventcharakter wichtig ist, möchten Sie dafür eventuell tiefer in die Tasche greifen als für den Kurs von zuhause aus.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Bei einer Inhouse-Schulung übernimmtIhr Arbeitgeber die Kosten Auchbei externen Seminaren können Sie natürlich nach (anteiliger) Erstattung und Spesenvergütung fragen oder ggf. Bildungsurlaub nehmen. Informieren Sie sich bei Interesse direkt beim Anbieter, ob Förderungsmöglichkeiten bestehen, oder lassen Sie sich bei staatlichen Institutionen wie der Agentur für Arbeit beraten.

Ausführliche Infos zu zahlreichen Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie auch in unserer Rubrik Weiterbildungsförderung.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Die Anbieter stellen Ihnen in der Regel ein institutstinternes Zertifikat über Ihre Teilnahme aus.