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Ausbildung Mediator

Sie interessieren sich für Kommunikation und noch mehr für die Lösung von Konflikten? Dann helfen Sie als Mediator zerstrittenen Parteien als unbeteiligte, dritte Person bei der Unterstützung und Durchführung des Konfliktverfahrens. Hier erfahren Sie alles zu Inhalten, Voraussetzungen und Kosten einer Mediatorenausbildung und finden zusätzlich passende Weiterbildungsinstitute, die eine Mediationsausbildung anbieten.

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Ausbildung Mediator

Was lerne ich in einer Mediator Ausbildung?

Mediatoren sind Meister der Kommunikation. Sie bringen zerstrittene Parteien an einen Tisch und unterstützen diese bei der Gesprächsführung und Konfliktlösung. Mediation ist eine Dienstleistung, die schon im antiken Griechenland in Anspruch genommen wurde.

Konfliktverfahren organisieren und durchführen

In der Ausbildung zum Mediator lernen Sie, wie man Konfliktverfahren organisiert und durchführt. Dabei wird sichergestellt, dass Sie in Ihrer Weiterbildung Konfliktthemen aus verschiedenen Fachrichtungen bearbeiten und so Ihre Erfahrungen besser verknüpfen können, um interdisziplinär aufgestellt zu sein.

Die Lehrinhalte einer Mediations-Weiterbildung lassen sich grob in zwei Bereiche gliedern: mediationsbezogenes Fachwissen und persönliche Kompetenzen bzw. Phasen der Selbsterfahrung und Selbstreflexion. Wenn Sie sich über die Gewichtung der beiden Bereiche unsicher sind, fragen Sie am besten vorher beim Lehrgangsanbieter nach. Empfohlen wird eine Gewichtung von 55 Prozent Fachwissen und 45 Prozent Soft Skills.

Mediationsbezogenes Fachwissen:

  • Grundlagen der Mediation
  • Abgrenzung der Mediation zu streitigen Verfahren und anderen alternativen Verfahren
  • Anwendungsfelder und Grenzen der Mediation
  • Phasen der Mediation
  • Wirtschaftsmediation
  • Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation
  • Rahmenbedingungen
  • Recht der Mediation
  • Schwerpunkt

Persönliche Kompetenzen:

  • Grundlagen der Verhandlungsanalyse
  • Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement
  • Grundlagen der Kommunikation / Methoden und Regeln
  • Techniken zur Entwicklung und Bewertung von Lösungen
  • Visualisierungs- und Moderationstechniken
  • Konfliktkompetenz
  • Haltung- und Rollenverständnis

Was bringt mir die Weiterbildung?

Die Qualifizierung zum Mediator erfolgt meist über eine Zusatzausbildung, die neben dem eigenen Hauptberuf ausgeübt wird. Nach Ihrer Mediatorenausbildung können Sie auch diese Funktion selbstständig als Nebentätigkeit oder hauptberuflich ausüben. Das Interesse an Mediatoren ist hoch und wird von unterschiedlichen Zielgruppen angefragt.

Unterschiedliche Anwendungsfelder

Die Anwendungsfelder der Mediation sind sehr vielfältig und nicht nur auf wirtschaftliche oder politische Konflikte eingegrenzt. Wenn Ihnen ein bestimmter Schwerpunkt in Ihrer Mediationsausbildung wichtig ist, sollten Sie das in der Anbieterauswahl berücksichtigen. So gibt es auch Weiterbildungen, die sich nur auf einen Themenbereich fokussieren, wie zum Beispiel Familienmediation, Mediation im interkulturellen Kontext, Baumediation oder die Mediation im öffentlichen Bereich.

Wer ist die Zielgruppe?

Da es sich bei der Ausbildung zum Mediator um eine Zusatzausbildung handelt, richtet sich diese Fortbildung ausschließlich an Berufstätige. Klassischerweise lassen sich viele Rechtsanwälte zusätzlich zum Mediator ausbilden.

Doch nicht nur Juristen, sondern auch anderen Berufsgruppen steht eine Weiterbildung zum Mediator offen. Dazu zählen zum Beispiel Absolventen folgender Studienfächer:

  • Psychologie
  • Rechtswissenschaften
  • Pädagogik
  • Sozialpädagogik und -arbeit
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Sozialwissenschaften
  • Medizin sowie
  • sämtlicher benachbarter Studiengänge

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Dauer der Ausbildung kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Vom Wochenendseminar bis hin zur mehrmonatigen Ausbildung ist alles vertreten. Da Sie nach Ihrer Ausbildung in der Lage sein sollen, echte Konflikte von echten Menschen zu begleiten und bei der Lösungsfindung zu unterstützen, ist es sinnvoll, die notwendigen Techniken intensiv zu lernen und vor allem selbst zu erfahren. Ob man dieselbe Intensität in einem Wochenendseminar erzeugen kann, wie in einer mehrmonatigen Ausbildung, ist deshalb fraglich.

Die Stiftung Warentest rät Interessenten einer Mediatorenausbildung, dass diese mindestens 200 Zeitstunden bei einem Zeitraum von mindestens 20 Wochen umfassen sollte.

Was kostet der Kurs?

Die Kosten für eine Mediationsausbildung können zum Teil recht unterschiedlich ausfallen und richten sich mitunter auch nach der Dauer des Kurses.

Ein Tages- oder Wochenendseminar können Sie bereits ab 150 Euro erwerben. Wer eine fundierte und längere Ausbildung zum Mediator absolvieren will, muss mit einem mittleren vierstelligen Betrag rechnen. Zwischen 3.000 und 6.000 Euro kosten die meisten Mediator Ausbildungen.

Hinzu kommen eventuelle Anreise- und Übernachtungskosten sowie die Übernahme einer Prüfungsgebühr.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Diese Weiterbildung kann mit dem Bildungsscheck gefördert werden. Der Bildungsscheck NRW ist eine Fördermaßnahme der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen und kann sowohl für Beschäftigte, Berufsrückkehrer oder Selbstständige ausgestellt werden als auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Wichtigste Voraussetzung ist der Wohnort oder eine Arbeitsstätte in NRW. Gefördert werden berufliche Weiterbildungen mit bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Diese Weiterbildung kann durch eine Bildungsprämie gefördert werden. Die Bildungsprämie ist eine Maßnahme der Bundesregierung zur Förderung von beruflicher Weiterbildung. Wenn Sie mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten (Elternzeit oder Pflegezeit werden auch akzeptiert) und Ihr zu versteuerndes Einkommen jährlich nicht höher als 20.000 Euro ist, haben Sie die Voraussetzungen zum Erhalt der Bildungsprämie in Form eines Prämiengutscheins erfüllt. Die Bildungsprämie fördert 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Auch die Voraussetzungen für eine Mediator Ausbildung können sich teilweise, je nach Anbieter, stark unterscheiden. Während einige Anbieter klare Zugangsvoraussetzungen für eine Ausbildung formulieren, stellen andere Weiterbildungsinstituten keine besonderen Anforderungen an ihre Teilnehmer.

Folgende Voraussetzungen für eine Mediator Ausbildung sind häufig zu finden:

  • Akademischer Abschluss
  • Persönliche Eignung des Teilnehmers
  • Mindestens einjährige, einschlägige Berufserfahrung

Auch der Schwerpunkt der Mediator Ausbildung kann die Zulassungskriterien beeinflussen. So kann bei einigen Fortbildungen juristisches oder sozialpädagogisches Wissen hilfreich sein.

Den meisten Anbietern ist es jedoch wichtig, dass Teilnehmer einer Mediatorenausbildung eine gewisse persönliche Reife mitbringen, ein positives Menschenbild haben, empathisch sind und die Bereitschaft zur Selbstreflexion mitbringen.

Einige Anbieter setzen zudem ein Mindestalter voraus.

Welchen Abschluss erhalte ich am Ende?

In der Regel setzt sich Ihr Abschluss aus drei Elementen zusammen:

1. Anwesenheitsnachweise für die Prüfungszulassung

                In der Regel müssen Sie an 80 Prozent der Lehrveranstaltungen teilnehmen, um Abschlussprüfung zugelassen zu werden

2. Abschlussprüfung

                Bestehend aus einem schriftlichen Nachweis in Form einer wissenschaftlichen Hausarbeit und einer praktischen Fallbearbeitung oder einem Kolloquium.

3. Zertifizierung

Haben Sie die ersten beiden Voraussetzungen gemeistert, erhalten Sie ein Zertifikat vom Anbieter. Es gibt unterschiedliche Zertifikate. Dazu zählen hochschuleigene Zertifikate, IHK-Zertifikate oder Zertifikate mit Anerkennung eines großen Mediationsverbands.

Wichtig ist außerdem, dass auf dem Zertifikat die Dauer der Ausbildung und die erworbenen Lehrinhalte vermerkt sind.