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Palliative Care Weiterbildung

Die Arbeit mit sterbenden und sterbenskranken Menschen stellt in der Pflege eine besondere Herausforderung dar. Wer Menschen am Ende ihres Lebens begleiten möchte, braucht eine spezielle Palliative Care Weiterbildung. Diese stellen hier Ihnen vor und listen Anbieter für die Weiterbildung auf.

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Palliative Care Weiterbildung

Was lerne ich in einer Palliative Care Weiterbildung?

Sterbende Menschen ganzheitlich zu begleiten ist eine Aufgabe, für die man gemacht sein muss. Sie erfordert spezielles Wissen und vor allem Empathie. Ziel der Palliative Care ist zum einen die Vermittlung von medizinisch-pflegerischem sowie psychosozialem Wissen, zum anderen die Haltung der palliativen Pflege zu verinnerlichen: Das Leben ist endlich und der Tod ein Teil davon. Den Tod durch künstliches Verzögern oder aktive Sterbehilfe zu beeinflussen, ist nicht im Sinne der Palliative Care. Im Fokus steht der sterbende Mensch, den es zu unterstützen, zu trösten und zu begleiten gilt sowie Schmerzen zu lindern.

Palliative Care ist ganzheitlich, so sind auch die Inhalte der Weiterbildung recht umfassend.

Gelehrt wird in der Weiterbildung unter anderem:

  • Grundlagen und Anwendungsbereiche der Palliativmedizin und Hospizarbeit
  • Medizinisch-pflegerische Aspekte
  • Psychische und soziale Aspekte
  • Religiöse, kulturelle und ethische Aspekte in der Sterbebegleitung
  • Aspekte der Teamarbeit und Selbstpflege
  • Rechtliche Grundlagen
  • Qualitätssicherung
  • Schmerzmanagement
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Umgang mit Patienten
  • Angehörigenarbeit, Trauer und Trauerarbeit
  • Umgang mit Sterben, Trauer und Tod
  • Stressmanagement und Bewältigungsstrategien
  • Lernkontrolle und Reflexion

Die Weiterbildung Palliative Care ist nicht bundeseinheitlich geregelt, wohl aber orientiert sie sich in der Regel am Curriculum Palliative Care von M. Kern, M. Müller und K. Aurnhammer bzw. an der Rahmenvereinbarung nach § 39a SGB V. Insofern kann es von den Inhalten und Schwerpunkten leichte Abweichungen von Anbieter zu Anbieter geben. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Weiterbildung einen Umfang von mindestens 160 Unterrichtseinheiten (UE) hat.

Was bringt mir eine Palliative Care Weiterbildung?

Die Palliative Care Weiterbildung bringt Sie in Ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung weiter. Nun ist es zwar so, dass sich die Weiterbildung nicht sofort auf Ihr Gehalt niederschlägt, da die Weiterbildung tariflich nicht abgebildet ist. So liegt es beim Arbeitgeber, wie er Ihre Weiterbildung honoriert. Denn eines steht fest: Der Bedarf an Pflegekräften mit Palliative Care Kenntnissen ist groß. So dürfen Pflegekräfte mit einer entsprechenden Weiterbildung selbstbewusst in Gehaltgesprächen auftreten – in der Regel bekommen sie mehr Geld als Pflegekräfte ohne Weiterbildung.

Darüber hinaus kann die Weiterbildung eine Voraussetzung für eine Aufstiegsfortbildung sein.

Für die Arbeit an sich bedeutet eine Palliative Care Weiterbildung, dass Sie einen anderen Fokus auf die Patienten bekommen. Da sie mit sterbenden und unheilbar kranken Menschen arbeiten werden, geht es nicht mehr um den Genesungsprozess, sondern darum, die Patienten auf ihrem letzten Weg ganzheitlich zu begleiten und diesen Weg so angenehm und würdevoll wie möglich zu gestalten. Sie betreuen die Patienten somit psychisch (aber auch die Angehörigen) und lindern Schmerzen. Sie kümmern sich um alle Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen.

So bringt die Weiterbildung nicht nur Ihnen etwas, sondern auch die Patienten profitieren von Ihrer Weiterbildung, indem Sie sich um sie kümmern und sie sensibel und würdevoll pflegen werden.

Wer ist die Zielgruppe?

Eine Palliative Care Weiterbildung richtet sich an Menschen, die bereits als Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Kinderkrankenpfleger/in oder Altenpfleger/in arbeiten und mehrjährige Berufserfahrung mitbringen.

Auch Personen, die ihre Angehörigen pflegen wollen, können eine solche Weiterbildung absolvieren, ebenso wie alle, die in psychosozialen Berufen arbeiten. Achten Sie dann lediglich beim Anbieter darauf, an welche Zielgruppe sich die Weiterbildung richtet.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Wer eine Palliative Care Weiterbildung machen möchte, der muss eine dreijährige Ausbildung mit einem staatlichen Examen in Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege absolviert haben. Im besten Fall sollten Sie außerdem mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Wenn Sie sterbenskranke Menschen einen so angenehmen Lebensabend wie möglich bescheren wollen, dann sollten Sie vor allem viel Empathie und gleichzeitig die Fähigkeit, sich zu distanzieren, mitbringen. Es ist Ihnen nicht geholfen, wenn Sie die Gedanken an Ihre im Sterben liegenden Patienten mit nach Hause nehmen und dort nicht zur Ruhe kommen. Außerdem sollten Sie belastbar sein, einfühlsam und vor allem auch offen gegenüber anderen Kulturen, denn gerade dort gibt es unterschiedliche Umgangsweisen mit dem Tod und eine andere Ethik/ Religion als wir sie aus Deutschland kennen.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Die Dauer der Weiterbildung ist in der Regel auf etwa ein Jahr ausgelegt. Sie umfasst 160 Unterrichteinheiten (UE) und ist in der Regel in vier Blockwochen á 40 Stunden aufgeteilt. Die Abstände zwischen den Blockwochen stellen ein gutes Mittelmaß dar, um das Gelernte im Alltag anzuwenden und zu festigen und gleichzeitig nicht aus dem Lernprozess herauszukommen.

Wer mehr als zehn Prozent Fehlzeiten hat, muss diese nacharbeiten – anderenfalls wird ihm das Zertifikat nicht ausgestellt.

Es gibt auch Palliative Care Weiterbildungen, die länger dauern, etwa 400 Unterrichtseinheiten.

Was kostet eine Palliative Care Weiterbildung?

Die Kosten liegen zwischen 971 Euro und 2.500 Euro – je nachdem wie lange der Lehrgang dauert und bei welchem Anbieter Sie ihn absolvieren.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Im besten Fall übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für die Weiterbildung, ansonsten müssen Sie die Kosten selbst tragen. Bund und Länder leisten hier Hilfe für alle, die sich weiterbilden möchten. Sie können zum Beispiel die Bildungsprämie beantragen, die 50 Prozent der Kursgebühren übernimmt, maximal 500 Euro.

Mehr über die verschiedenen Fördermöglichkeiten wie etwa den Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit können Sie in unserem Ratgeber über Weiterbildungsförderungen nachlesen.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach der Palliative Care Weiterbildung erhalten Sie ein Zertifikat, das den gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen entspricht. Je nach Anbieter ist die Weiterbildung beispielsweise von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHVP) anerkannt und zertifizierbar. Die DGP prüft deutschlandweit Palliative Care Weiterbildungen und achtet darauf, dass bestimmte Standards eingehalten werden. Achten Sie also auch darauf, was für ein Zertifikat Sie nach der Weiterbildung erhalten, gegebenenfalls fragen Sie einfach beim Anbieter nach.

Studium Palliative Care

Wenn Sie mehr möchten, als „nur“ eine Weiterbildung zu absolvieren, können Sie auch Palliative Care auf Master studieren. Bisher ist das Angebot noch recht klein, da der bisherige Weg zum Palliativpfleger über eine Weiterbildung führt. Im Gegensatz zum Studium ist das Angebot für Palliative Care Weiterbildungen groß und wird in Deutschland flächendeckend angeboten.